Ein hochpräzises Ziel für Medikamente gegen Tropenkrankheiten

Eine entscheidende Schwachstelle, die die Erreger der Afrikanischen Schlafkrankheit, der Chagas-Krankheit und der Leishmaniose gemeinsam haben, haben Forschende um Prof. Dr. Ralf Erdmann an der Ruhr-Universität Bochum entdeckt. Das Protein namens PEX38 ist unersetzlich für den Aufbau bestimmter Organellen der Trypanosomen, ohne die deren Energieversorgung unmöglich ist. Da Menschen dieses Protein nicht benötigen, bietet es einen Angriffspunkt für mögliche Therapien gegen die Tropenkrankheiten, die weltweit über eine Milliarde Menschen betreffen. Aktuelle Therapien sind häufig durch hohe Toxizität und zunehmende Arzneimittelresistenzen gekennzeichnet.
Quelle: IDW