Tropen-Zeitmaschine: Mit einem Teelöffel Schlamm in die Vergangenheit

Lange Zeit glaubten Forschende, dass das Klima der Tropen und Subtropen alle Spuren alten genetischen Materials zerstört. Eine neue Übersichtsarbeit widerlegt nun dieses Dogma. Die Studie zeigt, wie alte Umwelt-DNA in tropischen Sedimenten über Tausende und in manchen Fällen sogar bis zu einer Million Jahre hinweg erhalten bleiben kann. Die Autor*innen betonen, dass die Methode ein revolutionäres Werkzeug darstellt, um Biodiversitätsverlust und Klimaresilienz, aber auch die Geschichte des Menschen besser zu verstehen. Gleichzeitig plädieren sie eindringlich für enge Kooperationen und den Aufbau von Forschungskapazitäten in tropischen Ländern.
Quelle: IDW