Neue Kieler Studie – Nachhaltige Fischereipolitik könnte Mangelernährung in Peru bekämpfen – trotz Klimawandel

Peru ist weltweit drittgrößte Fischfangnation und besitzt mit dem Humboldtstrom-System eines der produktivsten Meeresökosysteme der Erde. Trotz dieses Reichtums etwa an hochwertigem Eiweiß leiden Millionen Kinder im Land an Unterernährung. Ein Grund liegt in der Struktur der peruanischen Fischerei: So werden mehr als 90% der gefangenen Sardellen zu Fischmehl und Fischöl verarbeitet und exportiert. Im Land verbleibt nur ein Bruchteil dessen, was zur Schließung der Nährstofflücken benötigt würde. Eine Studie der Universität Kiel, erschienen in Ecological Economics, zeigt, wie eine neue Fischereipolitik die Ernährungssicherheit verbessern könnte – selbst unter den Bedingungen des Klimawandels.
Quelle: IDW