Was tief unter uns passiert

Wenn zwei tektonische Platten aufeinanderprallen, sinkt eine Platte unter die andere ab – ein Vorgang, der als „Subduktion“ bezeichnet wird. In Subduktionszonen nehmen Druck und Temperatur mit zunehmender Versenkungstiefe zu. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen hat jetzt ein Gestein untersucht, das die bisherigen wissenschaftlichen Vorstellungen von der thermischen Struktur in Subduktionszonen infrage stellt: Es war bei halber Versenkungstiefe nur etwa 100 Grad Celsius kühler als bei vollständiger Versenkung und damit weitaus wärmer als erwartet. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature Geoscience veröffentlicht.
Quelle: IDW