Mikroplastik in Sedimenten als Referenzpunkt menschlicher Aktivität

In einem kürzlich in der Fachzeitschrift Earth-Science Reviews erschienenen Übersichtsartikel berichten Forschende des Leibniz Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) und der Universität Leicester (Großbritannien) wie sich Sedimentablagerungen im Laufe der Jahrzehnte durch den Menschen verändert haben. So werden stetig neue synthetische Materialien erfunden, benutzt und gelangen anschließend durch unsachgemäße Entsorgung in die Umwelt, wo sie sich im Sediment ablagern. Die Forschenden schlagen vor, kleine Plastikpartikel (1µm – 5mm groß, Mikroplastik) im Sediment als Marker für das sogenannte Anthropozän (ein vorgeschlagenes neues, durch den Menschen geprägtes Erdzeitalter) zu nutzen.
Quelle: IDW