Blutgefäße finden alternative Wachstumswege, wenn Widrigkeiten auftauchen

Forschende am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin und im CNIC Madrid haben entdeckt, wie Tumore neue Blutgefäße bilden, auch wenn der wichtigste Signalweg VEGF-VEGFR2 blockiert ist. Mit einer neuartigen genetischen Mosaik-Technik konnten sie zeigen, dass Endothelzellen sich umprogrammieren und zu venösen Zellen werden – ein Prozess, der als „Venöse Umprogrammierung“ bezeichnet wird. Diese Anpassungs- und Widerstandsmechanismen könnten erklären, warum Krebs-Medikamente, die das Blutgefäßwachstum hemmen, langfristig oft versagen. Die Erkenntnis eröffnet neue Wege für Kombinationstherapien, die mehrere Signalwege gleichzeitig blockieren. Die Studie wurde in Nature veröffentlicht.
Quelle: IDW