Neandertaler-Wachstumshormonrezeptor erhöht Muskelmasse beim modernen Menschen

Wachstumshormon trägt zur Herausbildung des Körperbaus bei. Es wird von der Hirnanhangsdrüse an der Basis des Gehirns ausgeschüttet und gelangt über den Blutkreislauf in den Körper. Um auf eine Zelle einzuwirken, muss das Hormon an einen Rezeptor auf deren Oberfläche binden. Dieser leitet das Signal ins Zellinnere weiter. Ein internationales Team unter der Leitung von Hugo Zeberg vom Karolinska Institutet und Philipp Kanis vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie fand heraus, dass die Neandertaler-Version dieses Rezeptors zwei Veränderungen aufweist, die in der beim modernen Menschen am häufigsten vorkommenden Version nicht vorhanden sind.
Quelle: IDW