Ribosomen im Doppelpack: Eine Überlebensstrategie gestresster Zellen

Ribosomen sind die Proteinproduktionsstätten der Zelle und verbrauchen große Mengen an Energie, um jene Proteine herzustellen die die Zellen am Leben und funktionsfähig halten. Wenn Zellen Stress ausgesetzt sind, etwa durch Nährstoffmangel oder plötzliche Temperaturabfälle, schalten sie schnell in einen Überlebensmodus. Neue Forschungsergebnisse aus dem Schuman-Labor am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt zeigen einen bislang unbekannten Mechanismus mit dem Zellen diesen Übergang bewältigen: Inaktive Ribosomen verbinden sich mithilfe ribosomaler RNA zu Paaren. Dieser RNA-basierte Prozess offenbart eine neue Rolle der ribosomalen RNA in der zellulären Stressreaktion.
Quelle: IDW