Keine einsamen Sieger: „dispersal-getriebene“ Evolution schafft Vielfalt am Übergang zwischen Luft und Flüssigkeit

Auf den Punkt:
Pseudomonas fluorescens SBW25 bildet im Labor innerhalb weniger Tage immer wieder mattenartige Strukturen an der Grenzfläche zwischen Luft und Flüssigkeit.
Der ursprüngliche Ausgangstyp besiedelt diese Grenzfläche zuerst und verändert die Bedingungen so, dass Mutanten sich dort leichter etablieren können.
Die anschließende Dynamik ist vor allem durch Ausbreitung geprägt: Mehrere angepasste Varianten können gleichzeitig bestehen, statt dass sich ein einzelner Typ rasch durchsetzt (klassischer „selective sweep“).
Angetrieben wird der Prozess durch einen Wechsel zwischen sesshafter und beweglicher Lebensweise, gesteuert über c-di-GMP.
Quelle: IDW