Böden in Trockengebieten speichern Kohlenstoff über Jahrtausende – viel länger als erwartet

Trockengebiete bedecken über 40% der Landoberfläche unserer Erde und spielen eine wichtige Rolle im Austausch von Kohlenstoff zwischen dem Land und der Atmosphäre. Sie speichern den meisten Kohlenstoff in Böden. Forschende am Max-Planck-Institut für Biogeochemie haben nun mit Radiokohlenstoff-Messungen gezeigt, dass organischer Kohlenstoff in Oberböden von Trockengebieten deutlich älter ist als bisher angenommen, im Durchschnitt etwa 2.000 Jahre. Auch alter Kohlenstoff in Böden kann aber von Mikroorganismen abgebaut und als CO₂ freigesetzt werden, sobald diese befeuchtet werden. Die Ergebnisse beleuchten wie Kohlenstoff-Flüsse globaler Trockengebiete vom Klimawandel beeinflusst werden.
Quelle: IDW