Frühzeitliche Tierreservoire von Zoonosen

Die Studie untersucht zoonotische Krankheitserreger in der eurasischen Bronzezeit, einer Epoche intensiver Migration und Einführung der Weidewirtschaft, die die Übertragung tierischer Pathogene auf den Menschen förderte. Ein internationales Team analysierte 346 Proben (vorzugsweise von domestizierten Tieren) aus 34 Fundstätten. Dabei wurden hauptsächlich Knochen mit paläopathologischen Läsionen und Zähne untersucht, um DNA-Spuren frühzeitiger Infektionen nachzuweisen. Mit sensiblen Methoden identifizierten die Forscher Erreger wie Streptococcus lutetiensis und Erysipelothrix rhusiopathiae, was den prähistorischen Ursprung zoonotischer Infektionen bestätigt.
Quelle: IDW